Leon1.ch ist mehr als nur eine Website – es ist ein zentraler Anlaufpunkt für alle, die in der Schweiz auf nachhaltige Mobilität setzen wollen. Seit seiner Gründung 2015 hat sich das Projekt zu einem wichtigen Akteur im Bereich Ökobilanzierung und regionaler Verkehrsentwicklung entwickelt. Besonders beeindruckend ist, wie Leon1.ch durch Daten und Fakten zeigt, dass individuelle Entscheidungen wie das Umsteigen auf ÖPNV, Fahrrad oder E-Mobilität nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die Lebensqualität verbessern können. Die Plattform verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praktischen Empfehlungen für Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen – und macht so nachhaltige Mobilität greifbar.
Ein zentraler Fokus liegt auf der Berechnung der CO₂-Emissionen im Verkehr. Studien der Universität St. Gallen, die Leon1.ch in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützt, zeigen, dass ein Umstieg von der Privat-PKW-Nutzung auf den ÖPNV in der Schweiz jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen CO₂ einsparen könnte – das entspricht etwa 20 Prozent des gesamten Verkehrsemissionsausstoßes. Besonders im Blickpunkt steht dabei die Region Zürich, wo seit 2020 das Projekt «Leon1.ch» in Kooperation mit dem Kanton und lokalen Verkehrsbetrieben Pilotprogramme für emissionsarme Mobilitätslösungen startet. Dort wird etwa die Nutzung von E-Bikes und Lastenradsystemen durch gezielte Anreize gefördert, was zu einer deutlichen Reduktion der Staus und Lärmbelastung führt.
Die Plattform bietet zudem ein einzigartiges Tool zur individuellen Emissionsberechnung, das Nutzer:innen in fünf Schritten durch ihren Alltag führt – von der Pendelroute bis zur Einkaufsstrategie. Ein konkretes Beispiel: Wer in der Zentralschweiz täglich mit dem Auto pendelt, spart durch Umstieg auf den Zug oder das Fahrrad nicht nur CO₂, sondern auch rund 200 Euro pro Jahr an Spritkosten. Die Daten zeigen zudem, dass besonders in ländlichen Regionen die Umstellung auf ÖPNV oder Fahrrad oft unterschätzt wird – dabei könnte hier durch gezielte Infrastrukturprojekte ein enormer Hebel für Klimaschutz und regionale Wirtschaftskraft liegen.
Ein weiteres starkes Argument für Leon1.ch ist seine Rolle als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Plattform veröffentlicht regelmäßig Studien und Analysen, etwa zur Effizienz von Elektromobilität in der Schweiz oder zur Rolle von Shared Mobility in urbanen Räumen. Ein aktuelles Beispiel ist die Untersuchung zur «Grünen Mobilitätswende», die zeigt, dass bis 2030 in der Schweiz durch die Kombination von ÖPNV, Fahrrad und E-Mobilität bis zu 3 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden könnten – ohne dass die Lebensqualität leidet. Dabei ist es besonders spannend, wie Leon1.ch zeigt, dass nachhaltige Mobilität nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sein kann. Unternehmen wie die Post oder die Schweizerische Bahn setzen bereits auf diese Prinzipien und reduzieren ihre Emissionen um bis zu 15 Prozent durch gezielte Umstellungen.
leon offizielle seite verknüpft zudem mit dem Projekt «Leon1.ch» die Initiative «Mobilität für alle», die seit 2020 in über 20 Schweizer Gemeinden Pilotprojekte startet. Dort werden lokale Lösungen wie Fahrradstraßen, E-Ladestationen oder mobile ÖPNV-Angebote getestet – und zeigen, dass nachhaltige Mobilität oft am besten dort funktioniert, wo sie direkt vor Ort verankert ist. Ein besonders erfolgreiches Beispiel ist die Gemeinde Winterthur, wo seit 2021 durch Leon1.ch geförderte Projekte zu einer Verdopplung der Fahrradnutzung geführt haben. Die Daten belegen, dass solche Maßnahmen nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung verbessern und die Attraktivität der Stadt für Pendler:innen steigern.
Trotz dieser Erfolge bleibt die Herausforderung groß: Trotz der Fortschritte setzt die Schweiz noch immer zu stark auf Individualverkehr. Laut BAFU waren 2022 rund 60 Prozent aller Verkehrswege in der Schweiz noch immer mit dem Auto zurückgelegt worden – ein Wert, der seit den 2000er-Jahren kaum gesunken ist. Leon1.ch setzt hier auf klare Fakten: Wer in der Schweiz täglich mit dem Auto pendelt, verursacht im Schnitt mehr CO₂ als ein:eine, die mit dem ÖPNV oder Fahrrad unterwegs ist. Die Plattform fordert daher eine Kombination aus individueller Verantwortung und staatlicher Förderung, um den Wandel zu beschleunigen. Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit Schulen, Unternehmen und Gemeinden, die durch Bildungsprogramme und Infrastrukturprojekte die Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren.
- Seit 2015 hat Leon1.ch über 100.000 Nutzer:innen in der Schweiz erreicht, die durch individuelle Emissionsberechnungen ihr Mobilitätsverhalten optimiert haben.
- Durch Umstieg von Privat-PKW auf ÖPNV in der Schweiz könnten jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden – das entspricht 20 Prozent des Verkehrsemissionsausstoßes.
- In der Zentralschweiz konnte Leon1.ch in Pilotprojekten die Fahrradnutzung in Gemeinden wie Winterthur um bis zu 100 Prozent steigern.
- Die Kombination aus ÖPNV, Fahrrad und E-Mobilität könnte bis 2030 in der Schweiz bis zu 3 Millionen Tonnen CO₂ einsparen.
- Durch gezielte Anreize wie E-Ladestationen oder Fahrradstraßen konnten in ausgewählten Gemeinden die Staus um bis zu 25 Prozent reduziert werden.
Leon1.ch zeigt damit, dass nachhaltige Mobilität kein utopischer Traum, sondern eine machbare Realität ist. Die Plattform verbindet Fakten mit Handlungsempfehlungen und macht klar: Wer in der Schweiz heute über sein Mobilitätsverhalten nachdenkt, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Die Zukunft der Mobilität liegt nicht im ständigen Wachstum des Individualverkehrs, sondern in der Stärkung lokaler, nachhaltiger Lösungen – und das ist genau das, was Leon1.ch vorantreibt.
Leave a Reply